Studien- und Berufsorientierung

Studien- und Berufsorientierung (SBO) am GFG

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aktuelles:

  • Präsentationen von der Q1-Hochschulmesse unter Downloads
  • Internetangebote unter Weblinks

1.    Ziele und Aufgaben


Im Rahmen der Studien- u. Berufsorientierung sollen junge Menschen befähigt werden, eigene Entscheidungen im Hinblick auf den Übergang ins Erwerbsleben vorzubereiten und selbstverantwortlich zu treffen. Mädchen und Jungen sollen darin unterstützt werden, ihre individuellen fachlichen Interessen und Fähigkeiten weiter zu entwickeln. Dazu sollen Kenntnisse über die Wirtschafts- u. Arbeitswelt vermittelt, Berufs- u. Entwicklungschancen aufgezeigt und Hilfen für den Übergang in eine Ausbildung, in weitere schulische Bildungsgänge oder in ein Studium gegeben werden.
Im Sinne individueller Förderung sollen Schülerinnen und Schüler den Übergang von der Schule in den Beruf oder in ein Studium verstärkt als Anschluss und nicht als Abschluss erleben. (vgl. BASS 12-21 Nr.1)
Die SuS am GFG werden sowohl über die Möglichkeiten des Studiums als auch der Ausbildung informiert. Hochschule und Ausbildung werden hierbei als gleichwertige Wege nach dem Abitur verstanden.


2.    Umsetzung am GFG


2.1. Allgemeines

Zur Umsetzung dieser Ziele, auch zur Abstimmung und Koordination innerhalb der Schule, sind die entsprechenden Aufgaben auf drei zuständige Ansprechpartner aufgeteilt (Fr. Renner, Hr. Glorius und Fr. Makowka), die diese Aufgaben arbeitsteilig  übernehmen, ggf. unter Hinzuziehung entsprechender Ansprechpartner und Experten von außen (Organisation von themenbezogenen Vorträgen, Informationsveranstaltungen usw.). Um eine intensive und angemessene Beratung zu ermöglichen, nutzt die SBO ein eigenes Büro (R. 23; hier befinden sich Informationsmaterialien, Möglichkeit der Internetrecherche, usw.), in dem auch Sprechstunden durch die zuständigen Beratungslehrer angeboten werden. Die SBO sieht ihre Schwerpunkte als Teil der individuellen Förderung am GFG in erster Linie in den Bereichen Beratung (allgemeine Veranstaltungen für den gesamten Jahrgang und individuelle Beratung), Vermittlung (Möglichkeit  der Vermittlung und Kontaktherstellung mit Experten und zuständigen Institutionen, weiterführende Links auf der Homepage der Schule)  und Information (Jahrgangsstufenversammlungen, Sichtung, Prüfung und Bereitstellung von vielfältigen Informationsmaterialien, insbesondere durch Aushänge im Verwaltungstrakt  und entsprechende Materialien im SLZ – dort auch Möglichkeit zur selbstständigen Internetrecherche durch SuS).
Die Vielfalt und Bandbreite dieses in Zukunft immer wichtiger werdenden Bereichs erfordern eine Verteilung der Aufgaben:

  • Hr. Glorius: Koordination SII u. Veranstaltungen / Exkursionen
  • Fr. Renner: Koordination SII u. Kooperation Agentur für Arbeit
  • Fr. Makowka: Koordination KAoA / SI u. Stipendien / Studienfinanzierung


Weitere Projekte:

  • Unternehmenskooperation (s.a. zdi-Zentrum)
  • Zusammenarbeit mit der benachbarten UNESCO-Gesamtschule (z.B. regionale Hochschul- u. Ausbildungsmesse  Kamp-Lintfort, Tag der Ausbildung bzw. Projekt Ausbildungsbotschafter der IHK, Chemie-Aktionstag).

2.2. Hochschule Rhein-Waal / ZdI-Zentrum / GuG

Durch die Hochschule Rhein-Waal mit einem Standort in Kamp-Lintfort ergeben sich für die Zukunft neue Möglichkeiten der Kooperation, insbesondere in Bezug auf Praktika, Betreuung von Facharbeiten, Teilnahme an Vorlesungen, Betriebserkundungen, Unternehmensbesichtigungen usw. Hierfür gibt es eine eigene Ansprechpartnerin und Koordinatorin (Fr. Wiedner-Schneider). Die Kooperation mit der Hochschule und dem zdi-Zentrum ist weiter zu entwickeln. In diesem Zusammenhang ist das ZdI-Zentrum (Zukunft durch Innovation, speziell für die MINT-Fächer) in Kamp-Lintfort, das der Verzahnung von Hochschule, Schule und Wirtschaft dienen soll, von besonderem Interesse.
Im Rahmen des Schülerbetriebspraktikums (SBP) in Jg. 10 können Schülerinnen u. Schüler am Projekt „Gymnasiasten unterrichten Grundschüler“ teilnehmen. Ansprechpartnerin ist Fr. Dr. Seidel.

2.3. Agentur für Arbeit

Durch regelmäßige Sprechstunden eines Mitarbeiters der Agentur für Arbeit in der Schule (SBO-Büro, Hr. Höpfner) ist gewährleistet, dass jeder Schüler die Möglichkeit erhält, sich gemäß seinen Wünschen individuell und professionell beraten zu lassen. Auch im Rahmen der Individualberatung der SuS durch die SBO-Lehrer (Fr. Renner, Hr. Glorius) wird auf die vielfältigen Beratungsangebote der Agentur für Arbeit hingewiesen bzw. werden diese empfohlen. Auch werden die dazugehörigen Informationsmaterialien und Publikationen den SuS im SLZ zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus finden regelmäßige Veranstaltungen der Agentur für Arbeit in der Schule statt (s.u. und s. Kooperationsvereinbarung Arbeitsagentur – GFG).

2.4. Niederrheinische IHK / Unternehmerschaft Niederrhein / Handwerkskammer

Über die Möglichkeiten der Dualen Ausbildung, des Dualen Studiums und des Trialen Studiums  informiert und berät die Handwerkskammer im Rahmen der regionalen  Hochschul- u. Ausbildungsmesse (s. Q1), gleiches gilt für die IHK, die zusätzlich noch das Projekt „Ausbildungsbotschafter“ (organisiert durch die UNESCO Schule) anbietet. Durch den Chemie-Aktionstag der Unternehmerschaft Niederrhein (gemeinsam mit UNESCO-Gesamtschule) werden die SuS an die weit gestreuten und vielfältigen Berufsfelder der am Niederrhein stark vertretenen chemischen Industrie und ihrer Nachbarbereiche herangeführt.


2.5.     Maßnahmen


Jg. 8:

  • Berufswahlpass NRW: als Portfolioinstrument zur Dokumentation der Berufs- und Studienorientierung
  • Potenzialanalyse und Individuelle Einzelberatung durch einen externen Bildungsträger (TÜV Nord Bildung) zur handlungsorientierten Ermittlung von individuellen Stärken im Hinblick auf die lebens- und Arbeitswelt
  • drei Berufsfelderkundungstage: Chemie-Aktionstag (Wd), Boys- and Girls Day (Ps, Ws), WDR (Be, Ma)
  • individuelle Einzelberatung am Ende des Schuljahres (Pr, Ma)

Jg. 9:

  • Besuch im Berufsinformationszentrum (BIZ) (Koordination Spe)
  • Besuch der Ausbildungs- und Praktikumsmesse Connect me (Ma)
  • Unterrichtsreihen Integration u. a.: „Bewerbung“ im Fach Deutsch, -Unterrichtsreihe „Arbeits- u. Berufswelt“ im Fach Politik
  • Anschlussvereinbarung: Fragebogen für die SuS und anschließende anonyme Datenerfassung der Übergangsgestaltung (Ecko)
  • Individuelle Einzelberatung am Ende des Schuljahres (Pr, Ma)

Jg. 10 / EF:

  • zweiwöchiges Schülerbetriebspraktikum (SBP) (Kennenlernen der Berufswelt, Klärung eigener Interessen (Praktikum + Bericht) ; Koordination: Fr. Specht)


Jg. 11 / Q1:

  • ausführliche Vorstellung und Präsentation der SBO (sowohl Schülerinnen u. Schüler als auch Eltern); Verteilung entsprechender Flyer und Information über die Möglichkeiten, Angebote und Ziele (obligatorisch)
  • Elterninformation auf Pflegschaftsversammlung
  • Besuch einer Hochschule / Ruhr-Universität Bochum (Ganztagsveranstaltung, obligatorisch)
  • Bewerbungstraining / Assessment-Center (Barmer GEK, obligatorisch)
  • Informationsveranstaltung der Agentur für Arbeit (Wege nach dem Abitur, obligatorisch)
  • Informationsveranstaltung „Ausbildung und Duales Studium“ durch Agentur für Arbeit (optional)
  • Besuch der Hochschul- und Ausbildungsmesse „Einstieg“ in Köln (obligatorisch)
  • regionale Hochschul- u. Ausbildungsmesse Kamp-Lintfort (regionale Hochschulen, zusammen mit UNESCO-Schule, obligatorisch)

Jg.12 / Q2:

  • Info FSJ / Bundesfreiwilligendienst  (in Kooperation mit FS Religion, optional)
  • Präsentation, Erläuterung und zentrale Beschaffung „Zeit-Studienführer“ (optional)
  • Informationsveranstaltung „Bewerbung um einen Studienplatz“ (Agentur für Arbeit, optional)


2.6. Individuelle Beratungsgespräche

Einen wesentlichen Schwerpunkt des Konzepts bilden die individuellen Beratungsgespräche, die durch einen Mitarbeiter der Agentur für Arbeit (s.o.) und / oder durch die Studien- u. Berufsberatungslehrer der Schule (Fr. Renner / Hr. Glorius) durchgeführt werden. Hierzu ist eine Terminabsprache erforderlich, die Inanspruchnahme ist freiwillig. Die Beratungsgespräche finden im Beratungsbüro (R. 23) statt, wo auch die Möglichkeit der individuellen und begleiteten Internetrecherche besteht. Von besonderer  Bedeutung ist die sog. „Einstiegsberatung“. Dieses Gespräch dauert ca. 50-70 Min. und dient der grundlegenden Analyse des „Ist-Zustands“ der jeweiligen Schülerin / des jeweiligen Schülers. Über jedes Gespräch wird ein Gesprächsprotokoll angelegt, um in evtl. Folgegesprächen gezielt darauf zurückgreifen zu können. Diese Protokolle werden im Beratungsbüro zentral verwaltet.
Zunächst geht es darum, den SuS deutlich zu machen, dass der Prozess der Studien- u. Berufsorientierung ein längerer Prozess ist, der sich über Monate und ggf. Jahre erstreckt. Sinn eines Beratungsgesprächs kann also nicht sein, den SuS sofort eine passgenaue Lösung zu präsentieren, sondern ein Bewusstsein für die eigene Verantwortung zu schaffen und konkrete Hilfen zur weiteren Orientierung anzubieten. Hierzu werden zunächst persönliche Interessen, Erfahrungen und Ziele abgefragt. Die SuS erhalten dann konkrete Empfehlungen erprobter und qualifizierter Informationsangebote, mit denen die SuS weiter arbeiten können. Das gilt für verschiedene Informationsmaterialien in der Schule, den Verweis auf die Angebote der Agentur für Arbeit und die Empfehlung diverser Internetangebote zur weiteren
Hilfe. Erfahrungsgemäß strebt der überwiegende Teil der SuS ein Studium an.

Ferner können die SuS bei Bedarf einen individuellen Beratungstermin zum Thema „Stipendien“ (zur Finanzierung des Studiums) mit Frau Makowka vereinbaren. Auch dieses Beratungsangebot findet nach individueller Terminabsprache im Beratungsbüro (R. 23) statt.

2.7. Weblinks

Auswahl:
www.arbeitsagentur.de/bildung   (umfangreicher Onlinetest zur Studien- u. Berufsorientierung u. weitere Hilfen)
www.che-ranking.de, www.hochschulkompass.de, (weiterführende Informationen und Hilfen zur Wahl von Studiengängen und Universitäten)
www.bibb.de/ausbildungplus/de  (Informationen zum Dualen Studium)
www.bundesfreiwilligendienst.de, www.pro-fsj.de  (Informationen zum Bundesfreiwilligendienst, FSJ usw.)
www.stipendiumplus.de (Möglichkeiten der Studienfinanzierung)
www.jobboerse.arbeitsagentur.de (Datenbank mit Ausbildungsplatzangeboten)
www.osa-portal.de (Vergleichsportal für Online-Selfassesments)

usw., wird laufend aktualisiert (s. Homepage)

Mit diesen Informationen arbeiten die SuS dann selbstständig weiter und werden aufgefordert, ein Feedback zu geben. Evtl. folgende Beratungsgespräche bauen dann auf den neuen Erfahrungen und Einsichten auf und dienen der weiteren Spezialisierung und Individualisierung. Auch diese Gespräche werden protokolliert.

3.    Fazit und Ausblick


Insgesamt befindet sich die SBO am GFG in einem ständigen Prozess der Anpassung an die sich verändernden Gegebenheiten der Arbeits- und Berufswelt sowie des Bereichs Hochschulen und Universitäten. Diese Bereiche sollen mit den individuellen Voraussetzungen, Zielen und Möglichkeiten unserer Schülerinnen und Schüler in Übereinstimmung gebracht werden, die sich ebenfalls in einem ständigen Wandlungsprozess befinden.  Diesem Ziel dienen auch der Besuch von Informationsveranstaltungen, Vorträgen und Fachtagungen.

Stand: 19.09.18    Gl / Ren / Ma