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Juniorwahl zur Bundestagswahl 2017

Zum zweiten Mal in diesem Jahr findet eine Wahl statt, an der auch Wahlberechtigte aus NRW beteiligt sind. Das Georg-Forster-Gymnasium hatte sich daher bereits zum Jahresbeginn für die Ausrichtung der Juniorwahl zur Bundestagswahl beworben – und den Zuschlag durch Kumulus e.V. erhalten.


Organisiert wurde die Wahl durch den Differenzierungskurs Erdkunde / Politik bei Herr Hänsel im Jg. 9. Dazu hatten sich die Schülerinnen und Schüler in 10 Doppelstunden mit dem Wahlrecht, dem Wahlakt und dessen Organisation beschäftigt. Wahlberechtigt waren alle Schülerinnen und Schüler der Klassen 8 bis 12, wobei vereinzelt auch 7er-Klassen sich beteiligen durften. Insgesamt hatten 543 Wahlberechtigte des GFG die Möglichkeit, an der Wahl am 21. September -nur drei Tage vor der eigentlichen Bundestagswahl – teilzunehmen.
Bereits um 8 Uhr wurde das im SLZ eingerichtete Wahllokal durch die 9er-Schüler geöffnet, damit die ersten 7er-Schüler von ihrem Wahlrecht Gebrauch nehmen konnten. Neben einem Wahlregister, in dem alle wahlberechtigten Schülerinnen und Schüler namentlich verzeichnet waren, standen auch vier Wahlkabinen und zwei ordnungsgemäß versiegelte Wahlurnen im Wahllokal. Wie im richtigen Leben musste die Wahlbenachrichtigung vorgelegt, der Wähler im Register abgehakt und mit Wahlzettel zur Wahlkabine geschickt werden. Anschließend wurde der Stimmzettel in eine der bereitstehenden Wahlurnen eingeworfen. Im Laufe des Tages kamen insgesamt 307 Lernende sowohl in den Pausen als auch während der Unterrichtszeit oder in den Freistunden zur Juniorwahl. Um 14 Uhr dann schloss der Wahlvorstand den Wahlakt, die Wahlurnen wurden entsiegelt und die Stimmzettel nach Erst- und Zweitstimme ausgezählt. Den Abschluss bildete dann noch die Ausstellung des Wahlprotokolls durch den Wahlvorstand, welches an den Verein Kumulus gesandt wurde sowie die Onlinemeldung des Wahlergebnisses.
Die Wahl am GFG erbrachte eindeutige Ergebnisse: Sowohl in den Erst- als auch Zweitstimmen siegt der sozialdemokratische Wahlkreiskandidat Jürgen Preuß (41,69 % ) mit der SPD (32,57%) knapp vor der Christdemokratin Sabine Weiss (23,78 %) und der CDU (20,52 %). Der Grünenpolitiker Stefan Meiners kommt auf 18,89 %, das Bündnis 90 / Die Grünen auf 20,52 %. Die Linke und die FDP erreichen knapp über 5 %, während AfD und MLPD bei den Erst- und Zweitstimmen bei maximal 2 % liegen.
Mit 307 Stimmabgaben von insgesamt 543 Stimmberechtigten betrug die Wahlbeteiligung nur 56,54 %. „Die Ursachen dafür sind vielfältig,“ resümiert der Vorsitzende des Wahlausschusses Sukesh Nanthakamar, „manche Wahlberechtigte sind mittlerweile im Schüleraustausch, auf einem Unterrichtsgang oder haben die Schule in den ersten Wochen des neuen Schuljahres verlassen!“ Dennoch ist das Ergebnis typisch für Kamp-Lintfort, denn auch bei der Bundestagswahl holte die SPD und ihr Kandidat die Mehrheit vor der CDU. Lediglich bei den anderen Parteien wichen die Ergebnisse zum Teil gravierend ab.
„Ich finde, alle sollten wählen. Wir haben in Deutschland das Glück, demokratische Wahlen machen zu dürfen. Außerdem ist es interessant zu sehen, was für eine Ansicht die Jugendlichen im Gegensatz zu den Erwachsenen haben.“ fasste Paula König treffend den Tag zusammen. Auch die Wählenden waren mit Eifer und Begeisterung dabei, manche hatten extra auch einen Ausweis zur Schule mitgebracht, „falls dieser kontrolliert werden solle!“
Insgesamt haben 796332 Schülerinnen und Schüler an 3490 Schulen bundesweit teilgenommen, die Ergebnisse sind unter www.juniorwahl.de einzusehen.
Mit dem Ende der Juniorwahl ist das Thema „Demokratie“ im Jg. 9 noch nicht beendet - eine kritische Analyse des schulischen sowie offiziellen Wahlergebnisses stehen im Rahmen des Kursunterrichtes noch an. Auch werden die Schritte der Regierungsbildung am Realbeispiel zu behandeln sein, bevor es mit dem Folgethema Klimaschutz im Unterricht weiter gehen wird.
Hs